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Die Gemeindebäcker von Biskirchen

(von Gerhard Scharf)

Unsere Ahnen waren mit vielfältigen Fähigkeiten ausgestattete Bauern, die sich auch das Handwerk des Brotbackens angeeignet hatten. Bis zum ausgehenden Mittelalter backten sie ihr Brot zu Hause im eigenen Ofen. Graf Johann zu Nassau-Dillenburg erließ im Jahre 1562 eine Wald- und Holzordnung (Haubergwirtschaft) und verfügte zwecks Holzeinsparung in seinem Herrschaftsbereich die Errichtung von Gemeinschaftsbackeinrichtungen. Das mag wohl auch in unserer Gegend den Anstoß zum Bau von Gemeindebackhäusern gegeben haben. So gab es früher in den Dörfern, je nach ihrer Größe, eins oder mehrere Backhäuser.

Erste Hinweise auf ein Backhaus und einen Gemeindebäcker in Biskirchen

Die im fürstlichen Archiv Braunfels aufbewahrten Gemeinderechnungen geben uns erste Hinweise auf ein Backhaus in Biskirchen. Im Jahre 1579 wurde das Dach des Backhauses mit Stroh gedeckt. 1583 gab es eine Eintragung der zur folge die Herstellung des „Gemein Backoffen 4 Thl. Marx Crafft den Backoffen zu machen“ erwähnt ist. Wenn man davon ausgeht, dass das Dach gedeckt und vier Jahre später der Ofen errichtet wurde, dürfte die Vermutung nahe liegen, dass das heutige Backhaus in der Friedrichstraße das erste seiner Art in Biskirchen war und während dieser Zeit gebaut wurde. Bevor die Gemeindebäcker kamen, haben damals die Leute ihre Brote gemeinsam selbst gebacken. Es währte bis 1717, dass hier in Biskirchen von einem Gemeindebäcker die Rede war, was aber nicht gleichbedeutend ist, dass es sie nicht auch schon früher gegeben hatte. Die Ersterwähnung eines Gemeindebäckers 1717 lautete: „Ahn den Gemeine Becker undt Kirchspielschultheiß vor Brodt vor die Arbeitsleut am Brone 1 fl.“ (fl. = Florin). Hier hatte offenbar der Kirchspielschultheiß vom Gemeindebäcker für die Leute, die am Brunnen gearbeitet hatten, Brot gekauft. Einen weiteren Hinweis gibt es aus dem Jahre 1733, als 4 fl. Einnahmen (wahrscheinlich Pacht) vom Gemeine Becker verbucht wurden.



Das alte Gemeindebackhaus während der Sanierungsarbeiten im Rahmen der Dorferneuerung . (Foto: Archiv HAK)


Keinen „ausländischen“ Bäcker

Im Jahre 1805 lief der Vertrag mit einem „ausländischen“ Gemeindebäcker aus. Er muss wohl gute Arbeit geleistet haben, weil die Gemeinde den Vertrag verlängern wollte. Der Biskirchener Einwohner Christian Hagner hatte sich aber auch beworben. Daraufhin entschied das Fürstliche Haus Braunfels, dem Christian Hagner das Backhaus zu übertragen, weil er als Eingeborener auch zunftrechtlich einen Vorteil hatte. Man muss wissen, dass sich bei der damaligen deutschen Kleinstaaterei die Grenzen zwischen den sich streitenden Grafschaften Nassau-Weilburg und Solms- Braunfels zwischen Biskirchen einerseits und Selters, Löhnberg sowie Niedershausen andererseits verlief. Unsere Nassauischen Nachbardörfer gehörten für uns also zum Ausland (Genaueres siehe im Biskirchener Heimatkalender 2005, Seite 21 ff).

Christian Hagner war somit der erste namentlich bekannte Biskirchener Gemeindebäcker. Als weitere Pächter des Backhauses sind bekannt:

Wilhelm Scharf (*) Johann Georg Scharf (*) Johann Georg Scharf Johann Georg Scharf Wilhelm Scharf
Karl Sturm
Karl Sturm

Karl Sturm
Karl Sturm
Karl Sturm
Karl Sturm Friedrich Hennche

Strenge Auflagen für die Pächter

Die Ära Scharf

Man kann davon ausgehen, dass von 1846 – 1892 die Brüder Scharf durchgehend Pächter waren und 1892 die Ära Karl Sturm begann, die bis 1935 dauerte.
Die Verpachtungen wurden in der Regel alle drei Jahre im Rhythmus der Dreifelderwirtschaft vom Gemeinderat meistbietend vorgenommen. Dabei wurden dem Pächter strenge Auflagen gemacht und sie mussten einen Bürgen stellen. In den Pachtverträgen wurden die Backpreise festgelegt.

1846 – 1848 erhielt der Pächter Wilhelm Scharf für das Brotbacken per Achtel 4 xr (1 Achtel = 8 Mesten = 128 Ltr./ xr = Kreuzer/ 1 xr = 4 Pfennig) und für 1 – 5 Kuchen 3 Pfennig. Das Holz zum Heizen war von den Backenden zu stellen, oder es wurde im Preis verrechnet. Er durfte kein schädliches Holz verbrennen und die Asche nur an Ortsbewohner zum Preis von 6 xr pro Meste verkaufen. Es war ihm gestattet, auf dem Backofen Lehmsteine u. dergl. zu trocknen.

1846 – 1851: 1852 – 1854: 1855 – 1857: 1870 – 1873: 1873 – 1879: 1892 – 1895: 1898 – 1904: 1908 – 1909: 1915 – 1918: 1923 – 1926: 1926 – mind. Danach bis 1954:

1935: (*) waren Brüder

Für die Zeit vom 1.1.1852 bis 31.12.1854 bewarben sich als Gemeindebäcker

Johann Georg Scharf Konrad Stadel Georg Wilhelm Itz

Gebot: 15 rth, 5 Sg Gebot: 15 rth, 3 Sg Gebot: 15 rth, 4 Sg

(rth = Reichstaler/ Sg = Silbergroschen)

Den Zuschlag erhielt der meistbietende Johann Georg Scharf. Als Bürge stellte sich Heinrich Peter Winter zur Verfügung. Es dürfte sich wohl um den Waldwärter Winter gehandelt haben.
Von 1873 – 1879 übernahm Wilhelm Scharf für eine Pacht von 30 rth das Gemeindebackhaus. 1876 erhielt er für einen Laib Brot zwei Pfennige und einen Pfennig für einen Kuchen zu backen, bei einer jährlichen Pacht von drei Mark (Die Mark und der Pfennig als Scheidemünze hatten als Währungseinheit die alte Währung im Deutschen Reich abgelöst).

Das Bäcker-Wilhelms Haus befindet sich in der Weilburger Straße. Das Haus Nr. 5 (rechts) war früher das Wohnhaus und die Nr. 3 (links daneben) das Backhaus, in welchem Wilhelm Scharf privat backte. Die Abmauerung des Backofens ist heute noch zu erkennen. Das Wohnhaus gehört heute der Familie Werner und Elke Hardt. Ihr Sohn Peter Hardt wohnt nebenan im ehemaligen Backhaus.

(Foto: Archiv HAK)


Das Bäcker-Hannjers- Haus ist das heutige Gebäude Wassergasse 3. Dort wohnte früher der Gemeindebäcker Johann Georg Scharf, genannt Bäcker-Hannjer. Um 1900 kaufte sein Neffe (der Sohn von Wilhelm Scharf = Bäcker-Wilhelm) das Anwesen. Im Jahr 1931 brannte es weitgehend nieder. Es wurde wieder aufgebaut und erfuhr im Jahr 1957 einen Umbau. Das Haus ist auch heute noch in Familienbesitz und gehört der Ur-Ur-Ur –Enkelin des Bäcker-Wilhelm, Sonja Arndt und ihrer Familie. Auf dem Foto von 1925 erkennt man Johanna Scharf (1894 – 1986) mit ihren Töchtern (v.l.) Charlotte Scharf, verh. Schmidt (1919 – 2006) und Else Scharf, verh. Gerth (1920 – 2005).
(Foto: Archiv HAK)

Die Ära Karl Sturm

Als Karl Sturm 1892 das Backhaus für zunächst drei Jahre pachtete, ging die Gemeindebäcker-Ära Scharf zu Ende.
Aus dem Jahre 1898 haben wir einen Pachtvertrag wie nachfolgend im Originaltext vorliegen:

  1. 1.1)  Das Gemeindebackhaus wird auf drei nacheinander folgende Jahre verpachtet; nämlich vom 20. März 1898 bis 20. März 1901

  2. 2.2)  Es wird unter den zwei bestbiethenden die Wahl vorbehalten, und hat Pächter einen annehmbaren Bürgen zu stellen. Die Genehmigung bleibt 3 Tage vorbehalten.

  3. 3.3)  Pächter ist verpflichtet gutes und ausgebackenes Brod zu liefern. Sollte derselbe durch sein Verschulden schlechtes Brod backen, so hat er den Schaden zu ersetzen, wenn viele Beschwerden auf solche Art geschehen, so hat der Vorsteher das Recht ihm zu kündigen und den weniger Erlös muß Pächter ersetzen.

  4. 4.4)  Pächter hat für 4 Meste zu backen 18 Pfennig und 3 Wellen Holz, für 2 Meste 8 Pfennig und 2 Wellen Holz zu beanspruchen. Wer kein Holz gibt wird die Welle zu 10 Pfennig berechnet.

  5. 5.5)  Vom Kuchenbacken hat Pächter für 1 Kuchen zu backen 2 Pfennig und das betreffende Holz, wer kein Holz gibt für 1 Kuchen 3 Pfennig zu beanspruchen.

  6. 6.6)  Pächter hat das Teichmachen zu bestellen und bei denjenigen welche 3 oder 4 Meste backen auch einen Korb voll Teich nach dem Backhaus zu tragen.

  7. 7.7)  Pächter ist verpflichtet, das Backhaus sowie den betreffenden Platz und die Rinne vor demselben allezeit reinlich zu halten.

  8. 8.8)  Pächter hat zum Verkauf, Brod oder Wecke in dem Gemeinde Backhaus nicht zu backen, sobald dieses festgestellt wird, muß er sich gefallen lassen, das Backhaus binnen 8Tage zu verlassen.

Nachdem diese Bedingungen vorgelesen, wurde zur Verpachtung geschritten. Den Zuschlag erhält Karl Sturm für einen jährlichen Betrag zu 20 Mark, welcher zu zwei Raten an die Gemeindekasse zu zahlen ist, und zwar am ersten November und ersten März. Als Bürge für die vorstehende Summe stellt sich der Friedrich Schneider und bezeugt dies mit seiner Namensunterschrift.

Biskirchen am 8. März 1898
Gez. Karl Sturm gez. Friedrich Schneider

Dieser Vertrag wurde am 27. März 1901 unter den gleichen Bedingungen bis 1904 verlängert. Vergleichen wir einmal Pachtverträge und Arbeitslöhne, die in späterer Zeit mit Karl Sturm abgeschlossen wurden. In den Jahren 1908 – 1918 erhielt er für das Backen eines Brotlaibes 2 Pfennige. Wurde kein Backholz zur Verfügung gestellt, waren je Laib 4 Pfennige zu zahlen. Pro Kuchen war ein Arbeitslohn von 3 bzw. 4 Pfennigen vereinbart. Beim Feiertagskuchenbacken war an einem Viertel des Dorfes anzufangen und die Reihenfolge einzuhalten. Bis zu 12 Broten hatte man dem Bäcker zwei und bis zu 18 Broten drei gute Backwellen zur Verfügung zu stellen. In den Kriegsjahren 1914 – 1918 gehörte das gestreute Tischmehl den backenden Leuten. In den Jahren 1923 – 1926 wirkte sich die Inflation merklich auf den Arbeitslohn aus. Er lag für das Backen eines Brotlaibes und eines Kuchens jeweils bei 10 Mark mit Holzgestellung und 50 Mark ohne Holzgestellung. Nebenbei bemerkt: Auf dem Höhepunkt der Inflation kostete im freien Handel am 1.11.1923 1 Pfund Brot 3 Milliarden, am 15.11. = 80 Milliarden und am 1.12.1923 = 260 Milliarden Mark.


Karl Sturm, Gemeindebäcker von 1892 – 1935. Auch danach wurde er anderweitig weiter bei der Gemeinde beschäftigt und war 1937 als Helfer bei der Umbettung
des Judenfriedhofs dabei (siehe auch BHK 2009, S. 42 – 44)
(Foto: Karl-Heinz Fischer bzw. Erich Naumann privat/ Repro: Archiv HAK)



Das Bäcker-Karls-Haus um 1920, heute Simonsberg 10. Wir erkennen von links: Karoline Sturm geb. Ambrosius, Magdalene Fischer geb. Sturm, Karl Sturm jr. (Kolonialwarenhändler in Allendorf), Hugo Würz (Pflegekind bei Bäcker-Karls aus Elberfeld), Eduard Ambrosius jr. (Saarbrücken) und der Gemeindebäcker Karl Sturm, genannt „Bäcker-Karl“. Das Gebäude gehört heute der Familie Edgar Wirth aus Braunfels-Altenkirchen, die es zu einem Mietshaus umgebaut haben.
(Foto: Archiv HAK)

Der letzte Gemeindebäcker: Friedrich Hennche

Die älteren alteingesessenen Biskirchener kennen ihn noch, den Bäcker-Fritz, wie er im Backhaus wirkte, die Brote formte und kennzeichnete, damit sie nicht vertauscht gingen und sie mit dem Backschieber in den geheizten Ofen schob. Den an einer Stange befestigten Putzlappen reinigte und kühlte er nach dem Säubern des Ofens im nahe gelegenen Mühlgraben. Das Backhaus war aber auch der Ort des Plausches, wodurch er ziemlich alle Neuigkeiten im Dorf erfuhr. Im Jahre 1935 hatte er Karl Sturm als Gemeindebäcker abgelöst. Einen Hinweis auf Einzelheiten eines Vertrages erhalten wir erst, als der Bäckermeister Hennche ab 1. April 1950 jährlich 120,- DM Pacht für das Gemeindebackhaus zu zahlen hatte. Offenbar durfte er, entgegen früheren Verträgen, das Backhaus auch als private Backstube nutzen. Er wohnte mit seiner Familie in „Feld-Knapps-Haus“ (heute Hüttenstraße 8, Watolla), wo sie einen Verkaufsladen eingerichtet hatten. Unmittelbar nach dem Krieg kauften sie das Haus (heute Wilhelmstraße 3), wo sie eine eigene Bäckerei installierten. Von 1956 – 1960 betrieben sie dort auch ein Café. Im Jahr 1954 forderte Friedrich Hennche, den Vertrag dahingehend abzuändern, dass er je gebackenes Brot den Preis von fünf Pfennig auf 12 Pfennig erhöht haben wollte. Als Grund gab er den Rückgang des Selbstbackens an. Es waren nur noch 50 Familien, die ständig, und 26 Familien, die zeitweise das Backhaus noch nutzten. Eine Einigung zwischen der Gemeinde und dem Bäcker kam nicht zustande, was letztendlich dazu führte, dass der Vertrag aufgelöst wurde. Damit hatten nach etwa 240 Jahren die Gemeindebäcker in Biskirchen ausgedient.


Das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus der Bäckerei Hennche in der Wilhelmstraße 3 im Jahr 2011. Bewohner und Geschäftsinhaber: 1945 Familie Friedrich Hennche, ab 1965 Heinz Hennche. Heutiger Besitzer der Bäckerei und Konditorei ist seit 1995 Familie Lothar Hommel.
(Foto: M. Diehl/ 21.6.2011)


Das Verlosen der Backreihenfolge geschah während des Nachtläutens

Bleiben wir aber noch einen kurzen Augenblick bei der Ära Gemeindebäcker. Unsere Vorfahren, meist Bauern, benötigten das aus der eigenen Landwirtschaft gewonnene Mehl überwiegend für ihr tägliches Brot. Sie vereinbarten in Abständen von 2 – 3 Wochen einen Backtermin mit dem Bäcker.Vor dem Backtag wurde zu Hause in einem Backtrog der Teig hergestellt („angemacht“) und der Sauerteig beigemischt, damit der Teig gären („gehen“) konnte. Zum Backtermin wurden die Backwellen sowie der in einem breiten, runden und geflochtenen Korb befindliche Teig zum Backhaus gefahren. In der Regel geschah das mit einem Schubkarren. Das gebackene Brot wurde zu Hause an einem kühlen Ort in einem Schrank aufbewahrt. Kühl- und Gefrierschränke kannte man damals noch nicht. Das frisch gebackene Bauernbrot war ein Leckerbissen, aber je länger es lagerte, umso trockener wurde es. Wem kann man heute noch 2 – 3 Wochen altes uneingefrorenes Brot anbieten?

Als nach 1954 kein Gemeindebäcker mehr zur Verfügung stand, mussten die Interessenten selber backen. Das Verlosen der Reihenfolge wurde montags, mittwochs und freitags während des Nachtläutens durch den Ortsdiener vorgenommen. Durch den Wandel in der Landwirtschaft vom Kleinbauerntum zu größeren Betrieben und dem wirtschaftlichen Aufschwung schwand das Interesse am Selbstbacken zusehends. Brot, Kuchen und anderes Gebäck konnte man in den ansässigen Bäckerläden immer frisch hergestellt reichlich kaufen. So kam im Laufe der Zeit das endgültige Aus des eigenen Brotbackens im Gemeindebackhaus. Vorbei ist die romantische Zeit des Selbstbackens, und der Duft von frisch gebackenem Kuchen, wenn er vornehmlich an Samstagen mit Kuchenblechen vom Backhaus heimgetragen wurde, ist seitdem in den Dorfstraßen auch nicht mehr zu genießen.

Im Zuge des Projektes Dorferneuerung durch das Amt für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft Gießen (ARLL) in den 1990er Jahren fand auch eine Sanierung des Gemeindebackhauses statt. Eine Umfrage im Dorf ergab, dass kein Interesse am Selbstbacken mehr bestand. Deshalb wurde der funktionsunfähige Backofen nicht mehr instand gesetzt. Zur Erinnerung ist er aber erhalten geblieben und ist ein stiller Zeuge an diese romantische Zeit. Das Gebäude dient heute dem Kleintierzuchtverein H9 als Domizil. Im oberen Stockwerk befinden sich wie eh und je Wohnräume.


Das im Zuge der Dorferneuerung prächtig herausgeputzte Backhaus dient heute nur noch als Domizil für den Kleintierzuchtverein H9 und zu Wohnzwecken.
(Foto: Archiv HAK)



Alte Dorfnamen, wie „Bäcker-Wilhelms“ (Wilhelm Scharf = Urgroßvater des Verfassers) und „Bäcker- Karls“ (Karl Sturm, Großvater von Karl-Heinz Fischer) halten die Erinnerungen an längst vergangene Zeiten noch wach. Dieser Artikel soll zusätzlich auch dazu beitragen, Einblicke in die damalige bescheidene Lebensweise, an die sich nur noch wenige ältere Zeitgenossen erinnern können, zu gewähren.

Quellen:

Die Geschichte vom Kirchspiel Biskirchen, Bissenberg und Stockhausen (Hrsg.: Magistrat der Stadt Leun, 1994), S. 439 ff.
Div. Gemeindeakten Biskirchen (Archiv HAK).
Aufzeichnungen Charlotte Schmidt (†).

Eigene Kenntnisse.